Die Waldenser im Spiegel des heimatgeschichtlichen Unterrichts in der Dornholzhäuser Schule im Jahr 1961

Eines der Hauptthemen mit dem der Geschichtskreis Dornholzhausen sich beschäftigt, ist die Geschichte der Gründer unseres Dorfes (heute Stadtteil), der waldensischen Flüchtlinge aus dem Piemont, die 1699 Dornholzhausen neu gegründet haben. Zur Ortsgründung, zur Waldenser-Herkunft und zur waldensischen Geschichte der Glaubensflüchtlinge gibt es zahlreiche Literatur und Berichte, insbesondere auch in den Dornholzhausen-Heften unseres Vereins und auf unserer Homepage. Wir glaubten, dass es nun an der Zeit ist, diese Geschichte einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten, nämlich:

 

 „Die Waldenser im Spiegel des heimatgeschichtlichen Unterrichts in der Dornholzhäuser Schule im Jahr 1961“.

 

 Es sei gesagt, dass der Focus dieser Betrachtungen nicht auf der lückenlosen und exakten Wiedergabe der historischen Geschehnisse liegt, sondern darauf, wie es seinerzeit den Kindern in der Schule vermittelt wurde. Die Texte sind aus diesem Grund sprachlich einfach gehalten und auch vom Lehrer so gestaltet worden, dass sich die Schülerinnen und Schüler teilweise mitten im damaligen Geschehen fühlen konnten. Die Original-Texte wurden sprachlich von uns nicht überarbeitet. Folgen Sie uns also in eine Heimatkunde-Schulstunde von 1961, wo der Lehrer Herbert Otterstädt den damals 12-Jährigen folgende Beiträge zur waldensischen Geschichte nahe brachte. - Zum Einzug der Waldenser in Dornholzhausen und deren „Huldigungseid“ auf dem Schlosshof in Homburg- Vom goldenen Sarg- Die heisse Quelle- Ein Antrag von uns: heimatgeschichtlich aktive Schüler schreiben 1961 an Bürgermeister Hiller Quellen: Heimatgeschichtlicher Schulunterricht in der Dornholzhäuser Schule im Jahr 1961 (Klasse der 12-jährigen Schülerinnen und Schüler, nach einer Vorgabe des damaligen Hauptlehrers Herbert Otterstädt) – nach Aufzeichnungen von Irene Mauelshagen und Herbert Schäddel


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Fluchtwege der Waldenser






Schlussbetrachtung: Wie man sieht wurden nicht nur Fakten erzählerisch schön vermittelt, sondern auch mystische Geschichten aus dem Dornholzhausen der Gründer. Hinsichtlich des Antrags von uns Schülerinnen und Schülern an den damaligen Bürgermeister Hiller müssen wir aus heutiger Sicht sagen, dass wir zwar voller Optimismus- aber leider nicht erfolgreich waren.

 

Text/Inhalt: Irene Mauelshagen und Herbert Schäddel

Fotos/Zeichnungen: Mauselshagen, Schäddel

Schülerin/Schüler an der Dornholzhäuser Schule von 1955 bis 1963